„Pflege – wir zeigen Initiative“ lautet der Titel des SBK Kongresses 2017.

Tagtäglich leisten unzählige Pflegefachpersonen professionelle, kompetente und einfühlsame Pflege, im Interesse ihrer Patientinnen und Patienten. Die eidgenössische Volksinitiative „für eine starke Pflege“, welche der SBK Schweiz Mitte Januar lanciert, fordert die Anerkennung und Förderung der Pflegefachpersonen als zentralen Bestandteil der Gesundheitsversorgung. Die Initiative verpflichtet Bund und Kantone dazu, für genügend ausgebildete Pflegefachpersonen zu sorgen, und die Eigenständigkeit des Pflegeberufs im Gesetz zu verankern. Weiterlesen...


Eidgenössische Volksinitiative

Nach dem Scheitern der parlamentarischen Initiative 11.418 von NR Rudolf Joder hat der SBK beschlossen, eine eidgenössische Volksinitiative zur Stärkung der Pflege zu lancieren. Die Gründe für diese Entscheidung:

  • In den letzten fünf Jahren wurden nur 43% des notwendigen Bedarfs an Pflegefachpersonen ausgebildet, das sind 10‘000 Pflegefachpersonen zu wenig in diesem Zeitraum. Die Volksinitiative will, dass die pflegerische Versorgung der Bevölkerung auch in Zukunft sichergestellt wird.
  • Um die pflegerische Versorgung sicherzustellen braucht es genügend diplomiertes Pflegefachpersonal, und generell Möglichkeiten, damit sich die in der Pflege tätigen Personen weiterentwickeln können.
  • Um das notwendige Personal zu finden und im Beruf zu halten, müssen die Bedingungen in der Praxis attraktiver werden, z.B. bei den Arbeitszeiten und Pikettdiensten, bei Weiterbildungsmöglichkeiten oder bei der gesetzlichen Anerkennung der Verantwortung der Pflege (eigenverantwortlicher Bereich).
  • Damit diese Massnahmen finanziert werden können, braucht es eine angemessene Abgeltung der Pflegeleistungen und zwar im Pflegeheim, im Spital, in der Psychiatrischen Klinik und in der Spitex.

Die offizielle Lancierung der Unterschriftensammlung für die Volksinitiative erfolgt Mitte Januar 2017.

Zurzeit befindet sich der Entwurf des Initiativtexts zur Prüfung bei der Bundeskanzlei. Diese erstellt ebenfalls die Übersetzungen. Bis die Bundeskanzlei die definitiven Texte publiziert, können keine Unterschriftenbögen gedruckt oder bestellt werden.

Nationale Sammeltage:

21. Januar 2017

1. April 2017

12. Mai 2017 (internationaler Tag der Pflege)

 

Was Sie bereits jetzt tun können:

Wenn Sie bei der Unterschriftensammlung aktiv mitmachen möchten, melden Sie sich bei Ihrer Geschäftsstelle SBK Aargau-Solothurn (info(at)sbk-agso.ch) und lassen sich in die entsprechende Liste eintragen.


Solothurner Löhne sollen langsamer und länger steigen

Die Grundlöhne der Mitarbeitenden der Kantonsverwaltung, der Gerichte, der Solothurner Spitäler AG sowie der Lehrerschaft der Kantons- und Volksschulen würden auf der Höhe des laufenden Jahres belassen, teilte der Regierungsrat mit.

Als Gründe für den Stillstand bei den Löhnen werden die schwierige Finanzlage des Kantons und die mittlere Jahresteuerung von derzeit -1,08 Prozent genannt.

Auf Initiative des Regierungsrats handelte die Gesamtarbeitsvertragskommission (GAVKO) ein neues Lohnanstiegssystem aus. Das Ziel: Die Löhne sollen langsamer und länger steigen als bisher.

Durch eine Verlängerung der Anstiegsdauer innerhalb der Lohnklassen wolle der Kanton die Gesamtlohnkosten längerfristig senken, erläutert der Regierungsrat.

Aktuelle Lohnvergleiche mit den Nachbarkantonen zeigten, dass die Anstiegsdauer vom Minimum zum Maximum innerhalb einer Lohnklasse im Kanton Solothurn relativ kurz sei und dass die einzelnen Anstiegsschritte relativ hoch festgelegt seien.

Das bisherige System besteht aus 31 Lohnklassen, und jede Lohnklasse umfasst zudem 17 Erfahrungsstufen. Das ausgehandelte Lohnanstiegsmodell umfasst noch 21 Erfahrungsstufen.

Dabei blieben der Minimal- und Maximallohn unverändert, hält der Regierungsrat fest. Ebenfalls unverändert blieben die Erfahrungsstufen 0 bis 12.

Für die Stufe 13 bis zur maximalen Erfahrungsstufe 20 halbierten sich hingegen die Lohnanstiegsstufen auf 1,25 Prozent pro Jahr. Vergleiche zeigten, dass die Löhne auch im neuen Modell attraktiv seien.


Der GAV Solothurn ein Koloss, der nicht reformierbar ist.

Kostentreiber oder Hemmschuh für Sparbemühungen. So und ähnlich wurde der Gesamtarbeitsvertrag für das Solothurner Staatspersonal im Kantonsrat wiederholt kritisiert. Deshalb stand das Vertragswerk am diesjährigen Angestelltentag im Solothurner Landhaus im Zentrum.

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SBK-DV: Integration von FaGe und anderen HCA

Über einen Fachverband oder mittels Kollektivmitgliedschaft können sich FaGe und andere Berufsangehörige mit einem Abschluss in Gesundheits- oder Krankenpflege auf Sekundarstufe II künftig auch auf nationaler Ebene dem SBK anschliessen.

 

Mit einem Kompromiss beendete die Delegiertenversammlung (DV) vom 16. Juni in Bern die jahrelangen Diskussion um die Ausrichtung des SBK: Für die Health Care Assistants (HCA) – die internationale Bezeichnung für Berufsabschlüsse in Gesundheits- und Krankenpflege auf Sekundarstufe II – wurden drei Integrationsmöglichkeiten in den SBK auch auf nationaler Ebene geschaffen. Diese Regelung betrifft insbesondere die Fachfrauen und Fachmänner Gesundheit (FaGe). Mit jeweils einer Zweidrittels-Mehrheit genehmigten die Delegierten folgende Änderungen:

HCA können wie bisher Mitglied in einem Gliedverband des SBK werden – in einer Sektion oder einem Fachverband. Die Sektionen können neu maximal 3 HCA als Delegierte für die DV wählen.

Einem nationalen Verband von HCA-Berufen wird neu die Möglichkeit eingeräumt, sich auf nationaler Ebene dem SBK anzuschliessen. Ein solcher Verband hat die gleichen Vertretungsrechte wie die anderen Fachverbände des SBK.

Ein HCA-Verband kann zudem über eine Kollektivmitgliedschaft dem SBK beitreten, über die Aufnahme entscheidet die DV.

Kollektivmitglied können auch andere Verbände werden, die sich mit den Zielen des SBK identifizieren. Die Angehörigen dieser Verbände müssen die Voraussetzungen für eine SBK-Mitgliedschaft nicht erfüllen. Kollektivmitglieder haben maximal 3 Stimmen an der DV sowie ein Antrags- und Repräsentationsrecht an der Präsidentinnenkonferenz.

Unbestritten war die Aufhebung der Pflicht zur Doppelmitgliedschaft: Neu ist es SBK-Fachverbänden erlaubt, Personen aufzunehmen, die nicht SBK-Mitglied sind.

Françoise Schwander-Maire und Giosuè Di Donato wurden neu in den Zentralvorstand gewählt.